Das Schloss Nanstein im späten 16. Jahrhundert

Abb.1: Haupttoranlage von 1550 mit zwei Schießnischen und gestufen Brillenscharten
Abb.2 Schießnische von innen
Abb. 3 Gestufte Brillenscharte
Abb. 4: Die Nordwestbastion mit dreifachem Mauerring im linken Teil der Abb. ist auf dem Kupferstich von Merian gut zu erkennen. Sie wurde 1689 völlig zerstört. (gemeinfrei)

Es dauerte mehr als 20 Jahre bis die Söhne des Franz v. Sickingen von Kurpfalz die Burg als Lehen zurück erhielten, allerdings mit Auflagen. Dazu gehörte ein ewiges Öffnungsrecht für Pfalz und Trier. Die Freigabe zum Wiederaufbau wurde zunächst auf die Wohnfunktion beschränkt, dennoch sehen wir in der Folge auch Baumaßnahmen an Wehrelementen, die bis etwa 1590 durch Franzens Enkel Reinhard v. Sickingen abgeschlossen wurden.

Es war vermutlich Franz Conrad v. Sickingen, Franzens ältester Sohn, der den Ausbau ab 1550 vorantrieb.  So entstanden um 1550

  • ein neu aufgebautes und verstärktes Haupttor mit markanten Brillenscharten (Abb. 1 – 3)
  • neue Batterieplattformen im Kleinen Rondell, der Südmauer und dem Großen Rondell.
  • Die Nordwestbastion mit Rechteckturm (Abb. 5), Stallungen, Dienstwohnungen und Zwinger, weitere Gebäude an der Westseite des Kernfelsens

Um 1560 wurde die Renaissance Brunnenschale mit dem Ahnenwappen aufgestellt.

Um 1590 wurde das Wachthaus, dem heutigen Burgeingang erbaut. Zugleich wurde die sternförmige (Nordwest-)Bastion, die in die Stadtmauer mündet, ausgebaut.

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