Burg Berwartstein (Wasgau)

Berwartstein Oberburg aus Süden (Luftbild)
Burg Berwartstein - Oberburg aus Süden
Berwartstein und Turm Kleinfrankreich aus Norden (um 1495)
Eigene Rekonstruktion der Kanonenburg von 1495
Geschützscharte im Runden Geschützturm und Blidensteine
Runder Batterieturm in der östlichen Vorburg
Kasematte mit Mittelsäule und Deckendurchbruch
Eine von zwei Katakomben mit MIttelsäule im Tunnelsystem der Unterburg

Kurzinfo

Die Burg Berwartstein ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im deutschen Wasgau. Denn sie zeichnet das Bild einer “intakten” und bewohnten Ritterburg und hebt sich damit aus der Vielzahl der sie umgebenden Burgruinen deutlich ab. Was der Besucher aber beim Anblick der Anlage meistens nicht weiß: Die stauferzeitliche Burg auf dem 50m hohen Kernfelsen, die im ausgehenden 15. Jahrhundert durch ihren wohl berühmtesten Burgherrn, Hans von Trotha (auch: Trott, Drot, Drotha, Dratt oder “Hans Trapp” der Sage), noch zur Kanonenburg ausgebaut wurde, brannte nach einem Blitzeinschlag im Jahre 1561 völlig aus und wurde nicht mehr aufgebaut. Der Berwartstein war danach über 300 Jahre lang dem Verfall preisgegeben und dazu noch als Steinbruch ausgebeutet. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Raubbau gestoppt, als 1893 der Ostpreuße Theodor von Baginski die Ruine erwarb und sie nach seinen burgenromantischen Vorstellungen wieder aufbauen ließ. Der historische Baubefund blieb dabei allerdings in wichtigen Teilen unberücksichtigt. So z.B. wurde der ovale Geschützturm im Norden zu einem Kapellenbau umgestaltet. Die östliche Vorburg wich einem Burggarten und auf der Oberburg entstand ein bergfriedähnlicher Turm, den es in der historischen Burg so nicht gegeben hatte.

Der den Kategorien Kanonenburg und Felsenburg zuzurechnende Berwartstein befindet sich heute in Familienbesitz und wird mit viel Herzblut instand gehalten und dem Besucher zugänglich gemacht. Die Besichtigung der Burg ist möglich und während der Führung kann man auch das einzigartige Tunnelsystem mit zwei Katakomben in der Unterburg besichtigen. Auch der einzigartige, 104 Meter tiefe, durch den Fels geschrotete Burgbrunnen ist in der pfälzer Burgenlandschaft einzigartig.

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Peter Wild

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