Burgenkunde

Die Burg in der Stauferzeit

Die stauferzeitliche Burg zur Blütezeit des Burgenbaus im 13. Jh. am Beispiel der Reichsburg Landeck, erbaut um 1200

Nummerierung wie rechts beschrieben

Die Weiterentwicklung des Wohn- und Wehrbaues seit der salischen Zeit zeigt sich vor allem in der

  1. Änderung der Grundrissform
  2. Vergrößerung der Burganlage, Bevorzugung einer Spornlage
  3. Abtrennung der Burg vom Bergsporn durch einen in die Hauptangriffsseite geschroteten Halsgraben
  4. Verbauung repräsentativen Buckelquadermauerwerks an den Außenmauern der Hauptfortifikationen (Bergfried, Schildmauer und Torbauten).
  5. Einarbeitung von byzantinischen und islamischen Wehrelementen, wie “Pechnase” (eine auf Konsolen ruhende vorkragende Mauerwand mit Gusslöchern), Wehrgang, komplexen Toranlagen
  6. Weiterentwicklung bzw. dem Umbau der langgezogenen schmalen (Bogen-)Schießscharte durch Schlüsselscharten für Armbrüste
  7. Anlage eines vorgelagerten weiteren Mauerringes um die Kernanlage (“Zwinger”). Bereits bestehende Anlagen wurden mit einem Zwinger “nachgerüstet”.
  8. Sicherung des Bereichs vor der Kernburg durch Flankierungstürme (rund oder eckig) mit Schießscharten entlang der Zwingermauer, die Kampfentfernung der Armbrust ausnutzend.
  9. Gesicherten Wasserversorgung in der Kernanlage durch Zisternen oder Brunnen.
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