Bebilderte Baubeschreibung der Burg Scharfenberg

Blick von Scharfenberg auf die Reichsburg Trifels Hochformat
Näheres zum Trifels erfährst Du im Burgenkatalog und auf der Zeitreise nach 1280.

Blick von Scharfenberg auf die Rheinebene im Osten
Blick von Scharfenberg auf die Rheinebene im Osten

Mauerwerk der Oberburg und Schutthügel über westlichem Hof
Mauerwerk der Oberburg und Schutthügel über westlichem Hof

Schlanker Bergfried mit hochgelegener Eingangspforte von Westen
Der Turmeingang liegt in der Höhe von 10 Metern. Damit wurde der Zugang in den Wehrturm erschwert. Vor der Sanierung 1861 war die heute rundbogige Öffnung rechteckig gewesen. Die in der Westfassade einst vorgesetzten Konsolsteine für die Aufgangsplattform fehlen heute.

Informationstafel auf Burg Scharfenberg
2025 hat man eine Informationstafel zur Burg am westlichen Zugang aufgestellt.

Trümmerschutt auf der Westseite der Unterburg
Der größte Teil der westlichen Unteburg liegt noch unter Schutt. Sie war von einer mehrfach geknickten Ringmauer ohne Flankierungstürme umzogen. Lediglich die hier abgelichtete äußerste Nordwestseite wurde ausgespart.

Blick in den Ringgraben von Nordwesten
Der umlaufende Burggraben war in den Felsen eingeschrotet und mit einer Mauer eingefasst. Die Mauerkrone ist neuzeitlich.

Westlicher Ringgraben nach Restaurierung 2025
Der umlaufende Burggraben war in den Felsen eingeschrotet und mit einer Mauer eingefasst. Die Mauerkrone ist neuzeitlich restauriert.

Neuzeitliche Stützmauer unterhalb des Bergfrieds
Die vom Absturz bedrohte Felsplattform unterhalb des Bergfrieds wurde in den 1990er Jahren mit einer Stützmauer unterfangen.

Felsentreppe in die Wächterkammer
Aus dem Halsgraben führen im Nordosten der Burganlage Stufen eines Aufgangs zu einer in den Felsen geschlagenen Pforte.

Tür zur Wächterstube
Aus dem Halsgraben führen im Nordosten der Burganlage Stufen eines Aufgangs zu einer in den Felsen geschlagenen Pforte.

Tür zur Wächterstube
Die Pforte in der Stützmauer unterhalb des Bergfrieds gibt Rätsel auf. Vermutlich handelt es sich hierbei um den Eingang zu einer nicht fertig gestellten Wächsterstube. Keinesfalls ist das eine Ausfallpforte (Poterne), da keine erkennbare Verbindung zum Burginneren besteht.

Restaurierte Pforte zur Wächterkammer
Während der Sanierungsarbeiten 1995 und 2025 wurde die Nordostecke mit der Pforte zur Wächterkammer saniert.

Südlicher Mauerbering der Unterburg
Die südliche Ringmauer zeigt sich nach jüngsten Restaurierungen neu verfugt und mit ausgebesserter Mauerschale.

Ostseite des Kernburgfelsens mit Treppenaufgang
Der Kernburgfelsen auf der Ostseite fällt etwa 8 Meter senkrecht zur Unterburg ab. Die Treppe zur Oberburg ist neuzeitlich und nach Ansicht vieler “zu breit geraten”.

Restaurierter Burggraben im Norden
Der aus dem Fels geschrotete Burggraben mit der Mauereinfassung auf der Nordlseite (links) kann als Zwingeranlage interpretiert werden.

Stützmauer unterhalb des Bergfrieds
Die vom Absturz bedrohte Felsplattform unterhalb des Bergfrieds wurde in den 1990er Jahren mit einer Stützmauer unterfangen. Die obere Futtermauer aus 2 bis 3 Steinlagen stammt hingegen bereits aus dem Mittelalter.

Westseite des Bergfrieds mit restauriertem Steinverbund
Die stark beschädigte Buckelquaderverkleidung an der Westseite des Bergrieds wurde 1861 wiederhergestellt. Die Westseite zeigt also größtenteils nicht mehr den originalen Steinverbund.

Mauerknick in der Ringmauer unterhalb des Bergfrieds
Die Ringmauer der Unteburg knickt in ihrem Verlauf mehrfach stumpf ab. Die hierdurch entstandenen toten Winkel waren nachteilig für die Burgverteidigung, zumal man auf Scharfenberg keine Flankierungstürme findet.

Mauerknick in der nördöstlichen Ringmauer
Auf Scharfenberg knickt die Ringmauer mehrfach im stumpfen Winkel ab. Flankierungstürme zur Sicherung sucht man hier vergebens.

Nordöstliche Ringmauer von Scharfenberg mit Konsolsteinen
In der nordöstlichen Ringmauer der Unterbuirg sind zwei Reihen von Konsolsteinen zu erkennen. Diese könnten auf ein zweigeschossiges Gebäude hindeuten, welches aber dem dort später erbauten Brunnenturm hätte weichen müssen. Wahrscheinlicher aber stützten die Konsolen einen Wehrgang.

Stumpf Brunnenturm
Der kleine mit Buckelquadern ummantelte Turm aus dem 13. Jahrhundert, dessen Reste unterhalb des Bergfrieds in der Unterburg stehen, hat eine Längsseite von 5,20 Meter und eine Mauerstärke von 1,70 Meter. Im Innern ist der Turm quadratisch mit einer Seitenlänge von knapp 2 Metern. Er wird allgemein als “Brunnenturm” bezeichnet, obgleich bisher kein Brunnen nachgewiesen werden konnte. Der Turm ist heute verfüllt. Denkbar, dass er stattdessen die Funktion eines Flankierungsturms zum Schutz des Burgtors und des Treppenaufgangs zur Oberburg hatte.

Stumpf Brunnenturm und Ringmauer von Scharfenberg
Der kleine Turm aus dem 13. Jahrhundert, dessen Reste unterhalb des Bergfrieds in der Unterburg stehen, hat eine Längsseite von 5,20 Meter und eine Mauerstärke von 1,70 Meter. Im Innern ist der Turm quadratisch mit einer Seitenlänge von knapp 2 Metern. Er wird allgemein als “Brunnenturm” bezeichnet, obgleich bisher kein Brunnen nachgewiesen werden konnte. Der Turm ist heute verfüllt. Denkbar, dass er stattdessen die Funktion eines Flankierungsturms zum Schutz des Burgtors und des Treppenaufgangs zur Oberburg hatte.

Unterburg mit Brunnenturm und Innenseite Bering
In der nordöstlichen RIngmauer der Unterbuirg sind zwei Reihen von Konsolsteinen zu erkennen. Diese könnten auf ein zweigeschossiges Gebäude hindeuten, welches aber dem dort später erbauten Brunnenturm weichen musste. Wahrscheinlicher aber stützten die Konsolen einen Wehrgang.

Baubeschreibung Bergfried
Der noch 20 Meter hohe Bergfried steht heute frei. Er war früher noch mindestens 8 Steinlagen höher und trug einst vermutlich noch eine überdachte Wehrplattform. Mit einer Seitenlänge von 6,8 Metern ist er ungewöhnlich schlank. Er wird zwar als Bergfried angesprochen, könnte aber als Gefängnisturm oder Wartturm gedient haben.

Neuzeitliche Treppe zur Oberburg Scharfenberg
Die heutige breite Steintreppe entspricht nicht dem mittelalterlichen Original. Der Zugang in die Kernburg führte damals aus der Unterburg zunächst über eine Felsentreppe auf ein gemauertes Podest. Von dort gelangte man auf einer Holzkonstruktion hoch zur Pforte, die sich auf halber Höhe des Kernfelsens öffnet. Der weitere Aufgang zur Oberburg führte weiter durch einen Felstunnel.

Neuzeitlicher Treppenaufgang zur Oberburg
Die heutige breite Steintreppe entspricht nicht dem mittelalterlichen Original. Der Zugang in die Kernburg führte damals aus der Unterburg zunächst über eine Felsentreppe auf ein gemauertes Podest. Von dort gelangte man auf einer Holzkonstruktion hoch zur Pforte, die sich auf halber Höhe des Kernfelsens öffnet. Der weitere Aufgang zur Oberburg führte weiter durch einen Felstunnel.

Turm oder Anbau am südlichen Wohnbau von Scharfenberg
Die Pforte zeigt heute noch in etwa den Zustand der Ostseite der Oberburg, wie er auf dem Aquarell von Fritz Bamberger 1864 abgebildet ist. Die links abknickende Mauer mit Buckelquadern scheint wie die Ecke eines Turms auszuschauen. Folgt man dem Burgenforscher Peter Pohlit, so handelt es sich aber um einen trapezförmigen Anbau des südlichen Wohngebäudes.

Pforte zur Oberburg von Scharfenberg
Der Zugang in die Oberburg führt durch die Felspforte. Das Türgewände rechts ist noch gut erhalten, links hinegen fehlt es. Hinter dem Tor befindet sich ein in den Kernfels gemeißelter kleiner Raum für die hier eingesetzte Torwache. Die Treppe knickt hinter der Pforte im rechten Winkel ab und verläuft dann etwa zur Hälfte im Felsen nach oben.

Felspforte zur Oberburg
Die Pforte zeigt heute noch in etwa den Zustand, wie er auf Litografien des 19. Jahrhnderts abgebildet ist. Vom linken Pfosten hat sich nur der obere Teil erhalten. Hinter dem Tor befindet sich ein in den Kernfels gemeißelter kleiner Raum für die hier eingesetzte Torwache.

Türfalz und Riegellöcher
Neben einem Rufloch sind auch der Türfalz und die Riegellöcher für die Aufnahme des Querbalkens zur Torverriegelung zu erkennen.

Wächterkammer am Aufgang zur Oberburg
Hinter dem Tor befindet sich ein in den Kernfels gemeißelter kleiner Raum für die hier eingesetzte Torwache.

Obere Treppen zur Hauptburg
Der schlanke hohe Bergfried war nur über die hochgelegene Pforte betretbar. Vermutlich führte ein Aufstieg in Holzkonstruktion hinauf. Denkbar ist auch, dass ein Steg vom gegenüberliegenden Wohngebäude hinüberführte. Die Konsolsteine, die den Steg hätten tragen können, sind heute nicht mehr vorhanden.

Tonnengewölbter Aufgang zur Kernburg
Der Treppenaufgang zur Kernburg zeigt ein Tonnengewölbe, das möglichweise erst bei Restaurierungen 1861 gemauert wurde.

Tonnengewölbter Aufgang zur Kernburg
Ein Tonnengewölbe aus kleinen Hausteinen überdeckt den Aufgang zur Kernburg. Er stammt aus einer späteren Bauzeit. Der Gang ließ sich beim Austritt auf die Felsplattform durch eine zweite Tür verschließen.

Reste der Oberburgbebauung im Süden
Der Treppenaufgang zur Kernburg zeigt ein Tonnengewölbe, das möglichweise erst bei Restaurierungen 1861 gemauert wurde. Die Mauerkrone der Oberburgbebauung verläuft heute geradlinig und wurde bei den jüngsten Restaurierungen neu verfugt. Rechts auf dem Mauerstumpf des südlichen Wohnhauses saß früher mindestens 1 oder 2 weitere Stockwerke auf.

Felsplattform der Oberburg
Mit Ausnahme des Hauptturms ist von der ehemaligen Bebauung auf der Felsplattform kaum noch etwas vorhanden.

Moderne Stahltreppe
Das kleines Podest der Stahltreppe erlaubt einen Blick entlang der Westseite des Zentralfelsens.

Aussichtsplattform
Das kleine Podest der Stahltreppe erlaubt einen Blick entlang der Westseite des Zentralfelsens auf den ehemaligen Hof der westlichen Unterburg.

Bebauung des westlichen Oberburgfelsens
Aus den wenigen Bauresten auf der Westseite lässt sich trotzdem schließen, dass der Felsens hier mit zwei vermutlich mehrgeschossigen Gebäuden bebaut war.

Gesicherte Felsspalte im Norden des Kernburgfelsens
Lithografien aus dem 19. Jahrhundert zeigen, dass dieser Felsspalt dereinst mit einem romanischen Türbogen überbaut war. Es kann vermutet werden, dass man durch die Tür einen in Holzbauweise errichteten Altan betreten konnte. Allerdings fehlen die Konsolen zur Befestigung. Denkbar auch, dass hier ein Lastenaufzug für die Logisitk der Oberburg stand. Auch ist ein Aborterker an dieser Stelle nicht auszuschließen.

Steinmetzzeichen
In der unteren Steinlage an der Nordseite der Oberburgbebauung ist ein Steinmetzzeichen zu erkennen.

Scharfenberg Turmlängsschitt Hartung 1917 und Fotos
Hartungs Skizze zeigt den eigentümlichen architektonischen Aufbau des Turms, der so gar nicht zu einem wehrhaften Bergfried passen will. Der Bereich unterhalb der hohen Zugangspforte besteht aus einem bis zum Felsgrund hinabreichenden quadratischen Schacht mit einer Seitenlänge von ca. 120cm. Darüber befindet sich aufgrund des zurückgesetzten Mauerwerks ein größerer Innenraum, der in zwei Etagen unterteilt und durch eine Holzbalkendecke abgetrennt war. Die Decke ruhte auf jeweils vier gegenüberliegenden Konsolsteinen. Jede dieser Ebenen war durch ein schmales 110cm hohes Fenster erhellt. Man kann sich hier durchaus ein Gefängnis vorstellen.

Scharfenberg Turmlängsschitt Hartung 1917
Hartungs Skizze zeigt den eigentümlichen architektonischen Aufbau des Turms, der so gar nicht zu einem wehrhaften Bergfried passen will. Der Bereich unterhalb der hohen Zugangspforte besteht aus einem bis zum Felsgrund hinabreichenden quadratischen Schacht mit einer Seitenlänge von ca. 120cm. Darüber befindet sich aufgrund des zurückgesetzten Mauerwerks ein größerer Innenraum, der in zwei Etagen unterteilt und durch eine Holzbalkendecke abgetrennt war. Die Decke ruhte auf jeweils vier gegenüberliegenden Konsolsteinen. Jede dieser Ebenen war durch ein schmales 110cm hohes Fenster erhellt. Man kann sich hier durchaus ein Gefängnis vorstellen.

Buckelquaderummantelung des Bergfrieds
Die im 20. Jh. zur Aufmauerung zerstörter Steinlagen des Buckelquadermauerwerks am Bergfried genutzten Steine wurden aus dem Türmmerschutt der Unterburg entnommen.

Südliche Umfassungsmauer der Oberburgbebauung
An den Kernburgfelsen waren Wohngebäude angelehnt. Von der kleinen neuzeitlichen Plattform lassen sich deren Reste gut erkennen.

Restaurierte Mauerreste in der südwestlichen Unterburg
Restaurierte Mauerreste in der südwestlichen Unterburg

Südteil der östlichen Umfassungsmauer Scharfenberg
Die östliche Umfassungsmauer mit Quermauer wurde während der jüngsten Sanierungsarbeiten neu verfugt und in Teilen wieder aufgemauert.

Südkante des Kernburgfelsens Scharfenberg
Die südliche Felswand ist senkrecht abgearbeitet. Oben erkennt man Reste eines Anbaus zum südlichen Wohnhaus. Pohlit hat nachgewiesen, dass hier kein Turm stand, so wie er in einigen Rekonstruktionen (W. Braun, Modell Kurt Stuck, Verein Südliche Weinstr. Annweiler) dargestellt ist.

Ummantelte Spitze des südlichen Burgfelsens
Wir blicken auf den restaurierten Rest einer an den Felsen angelehnten Mauer mit Buckelquaderschale.

Schuttberg an der Westseite
Zwischen der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Ringmauer und dem Kernfelsen lag einst ein Burghof. Dieser liegt heute unter den Trümmerbergen aus dem Bauernkrieg verschüttet. Denkbar, dass hier an die RIngmauer angelehnte Funktionsbauten standen.

















