Geschichte kompakt der Burg Blumenstein

Blumenstein aus Südwesten (Vogelperspektive)
Die etwa Mitte des 13. Jh. erbaute Burg Blumenstein im südlichen Wasgau zählt zu den kleinen Felsenburgen. Die Schildmauer ist ihr weithin sichtbares Wahrzeichen.

Vieles um die Geschichte der Burg Blumenstein liegt im Dunkeln. Die kleine Felsenburg im Wasgau erschien nur dann in den Archiven, wenn einer der umliegenden mächtigeren Landesbarone, z.B. die Fleckensteiner, die Ochsensteiner oder die Herren von Dahn, im Spiel waren. Da zur Burg nicht viel Grundbesitz gehörte, lediglich knapp 400 Morgen Wald um den Burgberg, mussten die Burgherren ihren Lebensunterhalt und die Mittel für die Erhaltung der Burganlage anderweitig aufbringen. Da liegt der Gedanke nicht fern, dass hier auch “Raubritter” am Werke waren.

Hoher Mantel der Burg Blumenstein Feldseite
Hoher Mantel der Burg Blumenstein Feldseite

Zurück zu dem, was wir genauer wissen. Dem Baubefund nach zu schließen, wurde Burg Blumenstein um 1250 in Spornlage errichtet. Es war eine kleine Wehranlage, die entlang und auf einem 50*10m messenden Felsenriffs erbaut wurde. Eine 2,5m dicke Hohe Mantelmauer schützte dahinterliegende Wohngebäude gegen Beschuss aus Westen. Die Hänge an der Nord- Süd- und Ostseite des Burgberges fielen steil ab, so dass die Hauptbewehrung nur auf der Westseite erforderlich war.

In der ersten uns bekannten urkundlichen Erwähnung 1332 wird ein Anselm von Batzendorf zu Blumenstein erwähnt, der mit seiner Familie damals die Burg als Ritter bewohnte. Diese befand sich wohl in seinem Alleinbesitz (Allod), jedenfalls ist keine Lehnschaft bekannt.

1334 überstand der Blumensteiner eine Fehde mit den im Elsass begüterten Ochsensteinern. Und auch mit den Eckbrechten von Dürkheim, die wir auch auf Burg Drachenfels sehen, lag er im Streit. Woher die Mittel zum Führen der Auseinandersetzungen kamen, muss offen bleiben. Wenige Jahre danach aber unterlag Anselm von Blumenstein und sein gleichnamiger Sohn den Fleckensteinern. Mit dieser Niederlage wurde, wie später beurkundet, der Blumensteiner aus der Burg vertrieben und der Name des Geschlechts der Blumensteiner verschwindet danach aus der Geschichte.

1347 übergab Heinrich von Fleckenstein die Burg an seinen Lehensherrn, den Grafen Walram von Zweibrücken. Nun folgte eine Phase mit diversen Besitzverschiebungen. In einem 1356 geschlossenen Burgfrieden teilten Zweibrücken (1/4) und Dahn (3/4) die Burg auf. Bis zur Zerstörung der Burg sind keine weiteren Besitzwechsel dokumentiert.

Folgt man dem Historiker Johann Georg Lehmann (1756-1811), ist der Blumenstein 1525 im Bauernkrieg abgebrand. In einer Chronik des Jahres 1592 wurde der Blumenstein als “zerbrochenes Hauß” beschrieben.

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