Liebe Burgenfreunde

Heute will ich Euch eine der kleineren, aber wirklich liebevoll gepflegten und wieder hergerichteten Burgen vorstellen, die Burg Spangenberg. Sie liegt oberhalb der Ortschaft Erfenstein im Speyernbachtal, etwa 20 km westlich von Neustadt a.d. Weinstraße.

Blick von Burg Erfenstein auf Spangenberg Gesamtanlage

  Der Zeitpunkt der Erbauung von Burg Spangenberg liegt im Dunkeln. Und auch das Ende der Burg im 30-jährigen-Krieg 1621 oder spätestens im Pfälzischen Erbfolgkrieg 1688 ist unzureichend dokumentiert. Die schlechte Dokumentenlage ist wohl auch auf die Abwesenheit der Burg von größeren Kriegshandlungen, der ruhmreichen Abwehr von Belagerungen oder als Sitz berühmter Rittergeschlechter zurückzuführen. Es gab schlichtweg nicht viel zu beurkunden.  Spangenberg durchlebte als bischöflich-speyrische Grenzburg eine beschauliche Geschichte. Nur die Zerstörung in der Weißenburger Fehde 1470, bei der auch die gegenüberliegende leinigische Burg Erfenstein niedergebrannt wurde, sticht heraus. Burg Spangenberg wurde ab 1480 wieder aufgebaut. Dabei erfuhr sie aber eine neue Zweckbestimmung als bischöfliches Gestüt. Kurz nach 1500 war noch einmal eine bauliche Erweiterungen, die dem Wohnkomfort, nicht aber der Stärkung der Wehrhaftigkeit geschuldet waren. Wie so viele der Pfälzer Burgen wurde auch Spangenberg 1688 von französischen Truppen des General Mélac final zerstört.

Was zeichnet die Burg heute aus? Sie ist wunderbar gelegen und auf dem sog. “3-Burgen-Rundweg” kann man die Burgen Erfenstein und Breitenstein in der Nachbarschaft gleich mitbesuchen. Aber auch die 1979/80 erbaute Burgschänke des Spangenberg-Vereins lohnt einen Besuch. Sie ist aber nur am Wochenende geöffnet. Eigentlich schade. Baulich beeindruckt die Oberburg auf dem nach 3 Seiten steil abfallenden Burgfelsen, die vollständige Ausnutzung des geringen Platzes für Bauten auf drei Felsterrassen und die gut erhaltene, hochrechteckig, noch etwas 10m hohe, Schildmauer der Mittelburg.

Viel Spaß beim Erkunden der Burg auf meiner Websteite und auch ein Besuch der Burg vor Ort lohnt sich am Wochenende.

 Link zur Burgpräsentation

wünscht Euch

Peter Wild