Steinbüchse “Faule Magd” (um 1430)

Faule Magd: Das früher zum Bestand des Sächsischen Armeemuseums in Dresden gehörige Geschütz ist dank wissenschaftlicher Restaurierung eine der am besten erhaltenen Geschütze aus dem Mittelalter. Das aus 20 geschmiedeten Eisenstäben und 40 Ringen zusammengesetzte Rohr wurde um 1430 als schweres Legestück hergestellt. Erst um 1600 baute man für dieses Stück eine hölzerne Radlafette. Da das Rohr keine Schildzapfen hatte, legte man es in einen Muldenkasten, der wiederum mit Schildzapfen in der Lafette gelagert wurde. Das Rohr mit einem Kaliber von 345mm hat eine Gesamtlänge von 2330mm und wiegt 1383,3kg. Die vermutlich als Belagerungskanone vorgesehene Waffe verschoss 96- pfündige Steinkugeln.
Die hölzerne Lafette weist eine Reihe von Verzierungen und Buchstaben als Abkürzungen auf.

Schweres Stabringgeschütz “Faule Magd” (geschmiedet) von 1430 für Steinkugeln

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