Grundriss

Die Neuleininger Burg wurde Mitte des 13. Jahrhunderts als “Kastelltyp” nach französischem Vorbild errichtet. Vier dreiviertelrunde Türme flankieren die leicht trapezförmige Kernburg. In Verbindung mit der weit nach Osten hinausreichenden Vorburg erinnert der heutige Grundriss der Gesamtanlage Neuleiningens ein wenig an den der Hardenburg. Letztere stellt als Wehrbau mit ihren mächtigen Kanonenrondellen jedoch ein ganz anderes Kaliber dar.

  1. Reste der nördlichen Zwingermauer (Ringmauer)
  2. Stadtmaueranschluss zur Burganlage
  3. Nordöstlicher Flankierungsturm der Stadtmauer (“Wachenheimer Turm”)
  4. Reste eines rechteckigen, innen offenen Flankierungsturms der Stadtmauer
  5. Sog. “Grafenkapelle”; Mitte des 13. Jhdts. am Platz der heutigen kath. Pfarrkriche St. Nikolaus erbaut. Sie lag im 15. Jhdt. innerhalb des Berings.
  6. Vorburg, im 15. Jhdt. zur Kernburg angefügt
  7. Ehemaliger Burggraben, heute verfüllt und als Freiterrasse der Burgschänke genutzt. Zur Erbauerzeit vermutlich durch eine feste Brücke überspannt, später möglicherweise zur Zugbrücke umgestaltet.
  8. Ostmauer mit mittig gelegenem Eingang. Tor war früher rundbogig und etwa 4m hoch und durch ein Fallgatter geschützt. Beiderseits des Tores je 4 Schlitzscharten. Eine neuzeitliche Treppe führt aus der Vorburg hoch in die Kernburg.
  9. Südostturm mit Flankierungsscharten; eine neuzeitliche Treppe entlang 21 und 11 führt vom Hof zur Aussichtsplattform; Im Turm befindet sich auch ein kleines Heimatmuseum. Früher ein “Butterfassturm”
  10. Früher 22m und heute noch 13m hoher Nordostturm mit 3 Schlitzscharten im UG, Flankierungsscharten im EG (heute tlw. vermauert); im OG Reste eines Aborterkers und zwei Fensteröffnungen aus späteren Bauphasen. Innendurchmesser 4.2m. Mauerstärke 2.1 – 2.4m.
  11. Zerstörtes, ehemals großer und unterkellerter Wohnbau der Grafenfamilie Leiningen-Westerburg
Heute a) Naturtribüne für Konzertbesuche und b) Burgschänke im Kellergewölbe
  12. Dreigeschossiger Südwestturm, Mauerstärke 2 – 2.4m, heute noch 13m hoch und mit fast vollständig erneuerter Fassade. Keine Scharten, daher keine Wehrfunktion. Im Obergeschoss: Wohnfunktion. Fensterloses Erdgeschoss könnte als Verlies genutzt worden sein.
  13. Westmauer aus kleinen Quadern, fensterlos, 12m hoch. Trug einen Wehrgang mit Zinnenkranz.
  14. Neuzeitliche Freilichtbühne. Im 13. Jhdt. stand hier ein langgezogenes, rechteckiges, einstöckiges Gebäude mit einem Pultdach. Im 15. Jahrhundert entstanden bei Ausbauten 2 getrennte Gebäude, das nördliche wird heute als “Palas” bezeichnet, das südliche wird als Küchenbau angesprochen.
  15. Nordseite des sog. “Gräflichen Palas” mit Treppengiebel (16. Jhdt.) und hohem Kaminschacht.
    Unten: Ehemalige Ausfallpforte (Poterne) in den nördlichen Grabenverlauf, später zugemauert.
  16. Unten: Ehemalige Ausfallpforte (Poterne) in den nördlichen Grabenverlauf, später zugemauert.
  17. Dreigeschossiger Nordwestturm. Er ist der stärkste der vier Rundtürme, Mauerstärke 3,3m. Heute noch 17m hoch. Öffnungen und Zugang zur Erbauerzeit nur im obersten Geschoss.
  18. Nördliche Ringmauer, abgewinkelt, durchsetzt mit 11 Schlitzscharten
  19. Zur Erbauerzeit stand hier ein großer Saalbau. Später abgerissen und durch einen Funktionsbau (Bad, Kanzlei) ersetzt. An den Fundamentresten erkennt man die Raumaufteilung. Im 15. Jahrhundert war der Bau verputzt.
  20. Kernburg, leergeräumt. In einer Urkunde von 1508 wird ein Burgbrunnen im Innenhof genannt.
  21. Südliche Ringmauer: leicht geknickt und durchsetzt mit vielen Schlitzscharten für Bogenschützen.
Neuzeitlicher Treppenaufgang zum Südostturm (9)
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