Geschichte der Burg Neuleiningen auf dem Zeitstrahl

Bau der Burg

Der genaue Zeitpunkt der Errichtung der Burg Neuleiningen ist nicht bekannt. In einer Urkunde des Jahres 1242 wird erstmals vom Stammsitz "Alt-Leiningen" (liningen antiquum) gesprochen, woraus man schließen kann, dass

Kastellburg Neuleiningen um 1250

Neuleiningen zu diesem Zeitpunkt bereits im Bau oder sogar schon vollendet gewesen sein wird. Erbauer war Graf Friedrich III. von Leiningen († 1287) , der neben Besitzanteilen am Leininger Stammsitz Altleiningen noch weitere stattliche Burgen in seinem Besitz hatte, als da wären Hardenburg, Gräfenstein, Battenberg. Augenfällig "bewachen" Battenberg und Neuleiningen den Zugang zum Leininger Tal (Eckbachtal). Die gewählte Bauform als "Kastellburg" ist in der Pfalz einzigartig.

Gegen 1240

Stadtrecht für Neuleiningen

Bereits 1354 erhielt die Ansiedlung rings um die Burg das Stadtrecht. Es erlosch erst 1792.

Burg und Ortschaft Neuleiningen
1354

Stift Worm als Leininger Lehensherr

1372 wird der Bischof von Worms in einer Verpfändungsurkunde als Lehensherr der Leininger Grafen ersichtlich. Wie es genau zu der Lehensvergabe kam, ist nicht eindeutig geklärt. Es liegt aber nahe, dass die Lehensvergabe durch das Stift Worms mit der Errichtung der Burg Neuleiningen auf der dem Weißenburger Klosterbesitz zuzurechnenden Gemarkung Sausenheim zusammenhängt.

Wappen Bistum Worms

Quelle: Wikipedia, gemeinfrei

1372

Verpfändung von Anteilen

Nur mit Zustimmung des Stifts Worms darf Emich v. Leiningen-Dagsburg 25% der Burg an Graf Emich V. v. Leiningen-Hardenburg für 4.000 Mainzer Goldgulden verpfänden.

1372

Hesso wird Landgraf

Hesso, der mit Elisabetha, Herzogin v. Bayern, verheiratet war, wurde vom dt. König Friedrich IV. zum gefürsteten Landgrafen erhoben.Unter Landgraf Hesso zu Leiningen-Dagsburg erfuhr Neuleiningen seine größte Blütezeit. Unter seiner Regierung wurde die Burg (1444) wesentlich erweitert und die Stadt befestigt, so dass sie als stärkste Festung der Grafschaft galt.

1444

Erbstreitigkeiten: Kurpfalz kommt ins Spiel

Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz, im Gebet. Zeitgenössische Stifterscheibe der Klosterkirche Maulbronn .

Nach dem Tode 1467 des kinderlos gebliebenen Hesso und seiner Gemahlin 1468 kam es zwischen Hessos Schwester Margaretha und Emich VII. von Leiningen-Hardenburg zu Erbstreitigkeiten, die - da das Bistum Worms keine "weltlichen" Auseinandersetzungen aktiv führen konnte - durch das zu Hilfe gerufene Kurpfalz entschieden wurden.

1467

Friedrich I. v.d. Pfalz erobert Burg und Stadt Neuleiningen

Im Rahmen der Erbstreitigkeiten im Jahre 1467 griff Kurpfalz militärisch aktiv ein und eroberte 1468 Burg und Stadt Neuleiningen. Kurpfalz und Worms besaßen nun 50% der Anteile an Neuleiningen. Kurpfalz wiederum gab die Hälfte (also 25% an der Burg) an Margareta weiter.

Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz Gemälde vpm von Albrecht Altdorfer Gemeinfrei
1467

Linie Leiningen-Westerburg erhält 50% an Neuleiningen zurück

Aufgrund treuer Dienste für Kurpfalz im verlorenen Landshuter Erbfolgekrieg erhielt Margarethas Enkel Graf Reinhard 50% Besitzanteile an der Burg Neuleiningen als ewiges Erblehen. Die anderen 50% verblieben bei Worms. Die Burg wurde danach von Wormser und Leininger Amtleuten verwaltet.

1505

Teilungsvertrag

Um Klarheit zu schaffen, welche Teile der Burg nun dem Bischof und welche Reinhard gehörten, wurde auf Anordnung des Kurfürsten Philipp 1508 eine Teilungsurkunde erstellt. Die Burg wurde in einen westlichen Wormser und einen östlichen Leininger Teil "nach der Schnur" geteilt.

Anm. d. Verf.: Achtung, hier kursieren auch falsche Darstellungen, wonach die Teilung von Nord/Leiningen nach Süd/Worms erfolgt sei und der Leininger Teil verputzt gewesen sei.

Nun begann Graf Reinhard mit der Instandsetzung des ihm gehörenden Burgteils, der schon ziemlich heruntergekommen war und dringend saniert werden musste. Der Bischof verweigerte, seinen Teil ebenfalls instand zu setzen. Daher versuchte Reinhard nun, die zweite Hälfte von Worms zu erwerben, was jedoch am Widerstand des Bischofs Reinhard v. Worms scheiterte.

1508

Gräfin Eva erhält 50% an der Burg

Reinhards Sohn Kuno II. musste aufgrund finanzieller Engpässe seinen 50% Anteil an Burg und Stadt an seine Stiefschwester Eva abtreten. Naheres dazu siehe unter "Geschichte kompakt".

1522

Gräfin Eva rettet die Burg im Bauernkrieg

Gräfin Eva († 1543) ist vor allem wegen ihres klugen Verhaltens 1525 im Bauernkrieges bekannt. Sie soll den aufständischen Bauern die Burg geöffnet und diese so gut bewirtet haben, dass die Bauern von der sonst üblichen Brandschatzung der Burg absahen.

1525

Kuno II. erbt die Burg von Eva

Nach dem Tode Evas ging die Burg wieder an ihren Bruder Kuno II. Er gilt als Begründer der Linie Leiningen-Leiningen. Als Kuno 1547 verstarb, wurde Graf Philipp I., der älteste seiner 6 Söhne, neuer Besitzer des Neulinger 50%-Anteils. Er selbst nahm aber seinen Amtssitz in Alt-Leiningen.

1547

Dreißigjähriger Krieg

Im 30-jährigen Krieg wurde die Burg mehrfach besetzt, aber nicht zerstört .

1618 bis 1648

Plünderung durch schwedische Truppen

Nach der verlorenen Schlacht von Nördlingen im Sep. 1634 zogen die Schweden 1635 aus Süddeutschland ab. Die Burg Neuleiningen wurde bei der Räumung geplündert aber nicht - wie beispielsweise Neuscharfeneck - von diesen gesprengt.

1635

Graf Johann Casimir stirbt kinderlos

Johann Casimir (1587-1636), der noch auf Altleiningen residierte, starb 1636 kinderlos und das Erbe ging an seine beiden Brüder anderer leiningischen Linien.

1636

Zerstörung Neuleiningens

Truppen des französischen General de Mélac plünderten und zerstörten Neuleiningen nachhaltig.

Mélac Feldherr und Marschall Frankreichs Wikipedia, gemeinfrei
1690

Plan für den Wiederaufbau wird verworfen

Nachdem 1697 die Burg von den Franzosen zurückgegeben worden war, lag 1713 erneut eine französische Garnison in Neuleiningen. Nach deren Abzug trug sich Graf Georg zu Leiningen-Westerburg mit dem Gedanken, das 1697 zerstörte Schloss wieder instand zu setzen,doch der Wormser Bischof stand dem Vorhaben entgegen.

1713

Neuleiningen geht an Worms

Nach mehreren vergeblichen Anläufen, dem Wormser Bischof die Hälfte an der Burg abzukaufen, verkauften die Leininger nun ihrerseits ihre Hälfte der Burg an den Wormser Bischof, in dessen Besitz Neuleiningen bis 1804 blieb.

1767 bis 1804

Rückkauf der Burg für das Haus Leiningen

1874 kauft Karl Emich zu Leiningen-Westerburg Neuleiningen für das Haus Leiningen zurück.

1874

Durch Schenkung wieder bei der Gemeinde Neuleiningen

Nach dem Tode des Grafen Karl Emich zu Leiningen-Westerburg 1906 ging das Schloss an die Fürstlich-leiningische Linie über. Diese schenkte die Burg schließlich 1941 an die Gemeinde Neuleiningen, die sie bis heute besitzt.

Seit 1941

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